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Webcasting wird salonfähig

Nutzung der immer wichtiger werdenden Rolle des Webcasting in der Unternehmenskommunikation

Die zunehmend wichtige Rolle des Webcasting in der Unternehmenskommunikation

Die Toolbox der Unternehmenskommunikation wird direkt vor unseren Augen immer größer.  Mehr als jemals zuvor arbeiten Unternehmen mit Online-Audio und -Video, um auf One-to-many-Basis bestimmten Gruppen wichtige Botschaften zukommen zu lassen. Wainhouse Research rechnet damit, dass die Ausgaben für die in Unternehmen verwendeten Streaming-Technologien im Jahr 2015 erstmals 1 Milliarde US-Dollar erreichen werden. Dies ist die Spitze eines stetigen Trends wachsender Budgets für die Implementierung des Business-Webcasting.

Gleichzeitig mit den zunehmenden Investitionen in Webcasting-Technologien durch Unternehmen wächst auch der Konsum von Online-Inhalten, die für die One-to-many-Distribution vorgesehen sind, im gleichen Tempo. In einer im vierten Quartal 2014 von Wainhouse Research durchgeführten Umfrage unter 1201 Führungskräften gaben nahezu ein Drittel (32 %) an, dass sie täglich Live-Videos sehen. Sieben von zehn Befragten insgesamt berichteten, dass sie zumindest gelegentlich Live-Video-Streaming nutzen. Das ist eine wesentlich stärkere Nutzung der Technologie als sie von Teilnehmern einer vergleichbaren Umfrage von Wainhouse Research im vergangenen Jahr berichtet wurde. Ein Fünftel (20 %) der Befragten gab an, täglich Online-Videos zu sehen, und weniger als sechs von zehn Befragten insgesamt berichteten, dass sie zumindest gelegentlich Live-Videos abspielten. (Abbildung 1)

Abbildung 1: Häufigkeit des persönlichen Abspielens von Live-Streaming-Videos zu Geschäftszwecken – Befragte insgesamt

 

Diese Daten deuten auf einen Unternehmensmarkt hin, der im Webcasting mehr sieht als nur eine technische Neuheit. Ob für Belegschaftsversammlungen, Online-Schulungen oder Veranstaltungen im Rahmen von ausgehendem Marketing: Webcasting wird ein immer beliebteres Tool, das die verschiedensten Geschäftskommunikationsanwendungen ergänzen kann. In Unternehmen, die Online-Videos bereitstellen, stimmen 90 Prozent der Befragten zu, dass ihre Organisation mehr unternehmen sollte, um die derzeit verfügbaren Videotechnologien profitabel einzusetzen.

Die Segmentierungsergebnisse der Umfrage von Wainhouse Research zeigen, dass die Einführung von Webcasting-Technologien unter den Führungskräften in den verschiedensten vertikalen Branchen immer mehr Aufmerksamkeit – und Respekt – erweckt:

  • In 57 Prozent der Befragten Technologieunternehmen gaben die Führungskräfte an, dass sie Online-Videos als „äußerst effektives“ Tool zur Verbesserung der geschäftlichen Kommunikation ansehen.
  • In der Finanzdienstleistungsbranche verfügen laut der Umfrage 60 Prozent der Unternehmen über Budgets für die Bereitstellung von Streaming-Technologie, die jährlich 100.000 US-Dollar überschreiten.
  • Genau die Hälfte der in der Umfrage von Wainhouse Research repräsentierten Unternehmen gaben an, dass sie 2015 ihre Ausgaben für Technologien im Bereich des Streaming steigern würden.
  • 91 Prozent der befragten Einzelhandelsunternehmen stimmten der Aussage zu, dass „die erweiterte Nutzung von Video-Streaming mir mehr Möglichkeiten bieten kann, mit externen Zielgruppen zu kommunizieren, beispielsweise mit Kunden und potentiellen Kunden“.

Obwohl viele Führungskräfte Webcasting mit der Produktion von Markteinführungen, mit Webinaren zur Lead-Generierung und anderen Outbound-Veranstaltungen assoziieren, ist es ein Fehler, One-to-many-Streaming-Technologien lediglich als Vermarktungsmöglichkeit anzusehen. Diese Fähigkeiten werden von Organisationen immer häufiger zur Mitarbeiterkommunikation hinter der Firewall des Unternehmens bereitgestellt. Tatsächlich werden die Streaming-Technologien am häufigsten von den Benutzern verwendet, die bereits mit anderen Lösungen vertraut sind, die gewöhnlich zur Kommunikation unter Mitarbeitern verwendet werden, beispielsweise mit Web- und Videokonferenzen.

Wie in Abbildung 2 dargestellt nutzen 43 Prozent aller Personen, die Webkonferenzdienste in Anspruch nehmen, auch mindestens einmal täglich Online-Streaming-Videos zu Geschäftszwecken. Insgesamt gaben 74 Prozent der Webkonferenz-Nutzer an, dass sie schon einmal an Online-Veranstaltungen mit One-to-many-Streaming-Funktionen teilgenommen haben. Unter den Personen, die noch nie an einer Webkonferenz teilgenommen haben, ist die Akzeptanz von Streaming-Funktionen wesentlich geringer. Nur einer von zehn Befragten, die noch niemals an einer Webkonferenz teilgenommen hatten, gab an, eine Online-Veranstaltung mit Streaming-Video erlebt zu haben.

 

Abbildung 2: Häufigkeit des persönlichen Abspielens von Live-Streaming-Video – segmentiert nach Webkonferenz-Nutzung

Die Nutzungsmuster für Streaming sind ähnlich unter den Führungskräften, die herkömmliche Videokonferenzlösungen verwenden. Unter den Befragten, die angaben, dass sie schon einmal raumbasierte Gruppen-Videokonferenzlösungen verwendet haben, hatten 83 Prozent schon einmal geschäftlich Online-Videos angesehen. Unter den befragten Führungskräften ohne Erfahrung mit Gruppen-Videokonferenzen hatten lediglich 25 Prozent der Befragten Streaming-Video in Geschäftsanwendungen genutzt.

Das Fazit der Umfrageergebnisse ist eindeutig: Webcasting entwickelt sich zum brauchbaren Tool für die Kommunikations-Toolbox von Unternehmen. Es wird immer mehr in Webcasting-Lösungen investiert. Die Nutzung der Technologie steigt und technologiebewusste Führungskräfte zählen zu denjenigen, die One-to-many-Webcasting besonders begrüßen. Dieser Bericht befasst sich mit den Faktoren, welche die Voraussetzungen für eine stärkere Verbreitung schaffen, den Eigenschaften von Webcasting-Lösungen die wesentlichen Geschäftswert schaffen, und den Anwendungen der Technologie, die für das Unternehmen von heute ausschlaggebend sind.

 

Marktfaktoren, welche die Einführung des Webcasting begünstigen

Seit mehr als einem Jahrzehnt zeigen Online-Videodienste für Konsumenten wie beispielsweise YouTube die Reichweite und Skalierbarkeit des One-to-many-Streaming. Von Videoclips, die Comedians in Latenight-TV-Shows zeigen, bis hin zu witzigen Haustiervideos, die Anwendungen für Online-Videos sind mittlerweile nahezu alltäglich. Die Ausbreitung der geschäftlichen Nutzung von Webcast-Technologien, die Streaming nutzen, ging jedoch aus folgenden Gründen langsamer vonstatten: 1. Herausforderungen im Zusammenhang mit der Erstellung von qualitativ hochwertigen Inhalten; 2. Die gefühlten Kosten der Implementierung von Webcasting-Technologien im Unternehmen; und 3. Das fehlende Marktverständnis bezüglich der Online-Video-Anwendungen mit hoher Kapitalrendite.

Viele dieser historischen Barrieren, welche die Implementierung von Webcasting behinderten, fallen langsam weg. Eine Reihe von Faktoren tragen zur breiteren Mainstream-Akzeptanz von One-to-many-Videos in Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Behörden bei.

Webcasting wird erschwinglicher

Ein Problem, das von Umfrageteilnehmern häufig als Barriere zur Webcast-Implementierung erwähnt wird, ist, dass die Technologie „zu teuer“ in der Umsetzung ist. Änderungen in den vergangenen Jahren bezüglich der Art und Weise, in der Webcast-Plattformen bereitgestellt werden, wirken sich mittlerweile auf die Kostenrechnung aus. Insbesondere arbeiten mehr Organisationen im Rahmen dieser Technologie mit einem Lizenzmodell eines verwalteten Dienstes. Mit diesem Ansatz können Organisationen eine monatliche Gebühr für die Nutzung von Webcasting-Funktionen bezahlen, anstatt sechsstellige Investitionen im Voraus zu tätigen, um die Technologie bereitzustellen. Die „Software-as-a-Service“-Option reduziert die Anfangskosten der Implementierung von Webcasting und kann in manchen Fällen die Gesamtbetriebskosten für diese Lösungen im Unternehmen senken. Darüber hinaus reift die Technologie kontinuierlich weiter und sogar Plattformen, die vor Ort bereitgestellt werden, liefern ein besseres Preis-Leistungsverhältnis und helfen damit Organisationen, beim Webcasting mehr für ihr Geld zu bekommen.

 

Führungskräfte werden vertrauter mit der Erstellung von Inhalten

In der Vergangenheit hatte die Erstellung von Inhalten für Webcasts selbst für tapfere Moderatoren etwas Furchterregendes an sich. Einfach gesagt fühlten sich manche Führungskräfte in den frühsten Tagen des Webcasting mit der Erarbeitung von Präsentationen auf One-to-many-Basis online nicht wohl. Manche wollten sich gar nicht erst damit befassen, eine Präsentation in einem virtuellen Vakuum zu geben, das die Interaktion mit einer persönlichen Zielgruppe limitierte. Andere machten sich Sorgen, dass sie die Präsentationsstandards von professionellen Broadcastern, die gewöhnlich mit der Produktion von Audio- oder Videoinhalten für die Massendistribution beauftragt werden, nicht erfüllen könnten. Diese Bedenken aus der Vergangenheit bezüglich der Erstellung von Inhalten für die Onlinenutzung nehmen jedoch in Organisationen ab, die häufig mit Webcasting arbeiten. Unter den Führungskräften in Unternehmen, die bei 100 oder mehr Onlineveranstaltungen jährlich Live-Video verwenden, gaben 63 Prozent die folgenden Antworten: Abbildung 3 : Zustimmen oder nicht – „Ich habe die Fertigkeiten, Videos zu produzieren, die gut genug sind, um sie mit anderen auf der Arbeit zu teilen“ – Befragte Unternehmen, die 100 oder mehr Live-Online-Videoveranstaltungen bereitstellen „stimmen voll und ganz zu“, dass sie die Fertigkeiten haben, um Videos zu erstellen, die „gut genug sind, um sie mit anderen auf der Arbeit zu teilen“. Weitere 22 Prozent dieser Teilnehmergruppe gaben an, dass sie der Aussage „begrenzt zustimmen“. (Abbildung 3).

 

Abbildung 3 : Zustimmen oder nicht – „Ich habe die Fertigkeiten, die ich brauche, um Videos zu produzieren, die gut genug sind, um sie mit anderen auf der Arbeit zu teilen“ – Teilnehmer von Unternehmen, die jährlich 100 oder mehr Live-Onlinevideoveranstaltungen bereitstellen.

Führungskräfte, die mehr mit Webcasting zu tun haben, fühlen sich im Endeffekt wohler mit der Produktion von Inhalten für die Online-Distribution. In Unternehmen, die nicht mit Live-Video-Streaming arbeiten, stimmten nur 16 Prozent voll und ganz zu, dass sie die Fertigkeiten besitzen, Videos zu produzieren, die „gut genug sind, um sie mit anderen auf der Arbeit zu teilen“. Da immer mehr Organisationen ausgiebig Webcasting-Beiträge bereitstellen, sollten auch die Führungskräfte mit mehr Zuversicht qualitativ hochwertige Inhalte produzieren können, die sich für die Online-Distribution eignen.

 

Gefühlte Zuverlässigkeit von Webcasting nimmt zu

Wenn es um die Unterstützung von missionskritischen Geschäftsanwendungen geht, sind Webcasting-Plattformen endlich bereit für ihren großen Auftritt. Dies war jedoch nicht immer der Fall. Manche Netzwerkadministratoren scheuten sich davor, Streaming-Daten durch ihre Unternehmenssysteme zu pumpen. Und ebenso waren die Benutzer oftmals frustriert, wenn sie auf ein Video klickten, nur um die Meldung „Pufferung“ zu sehen. In der Umfrage von Wainhouse Research wurde den Teilnehmern eine Liste mit 11 verschiedenen Barrieren zur erweiterten Implementierung von Streaming-Technologien gezeigt. Sie wurden dann gebeten, die zwei wichtigsten Hindernisse für die verbreitete Akzeptanz zu identifizieren. Nur 4 Prozent der Befragten insgesamt gaben als eine der beiden wichtigsten Barrieren für die erweiterte Implementierung an, dass „die Technologie noch nicht für den Mainstream-Einsatz bereit“ sei. Und auf die Aufforderung, die relevanteste Barriere zu identifizieren, die eine erweiterte Bereitstellung verhindert, gab keiner der 231 befragten IT-Führungskräfte als Hauptgrund an, dass „die Technologie nicht für den Mainstream-Einsatz bereit“ sei. Aufgrund dieser Antworten stand diese Barriere bei den Befragten im Endeffekt als Hindernis an letzter Stelle der 11 Faktoren. Kurz gesagt ist Zuverlässigkeit kein Thema mehr, wenn Führungskräfte über die Realisierbarkeit einer Bereitstellung von Webcasting-Technologie sprechen.

 

Die ausgedehnte Reichweite des Webcasting

Die früher primär als Medium zur Distribution von Multimedia-Inhalten an internetfähige PCs angesehenen Webcasts sind heute für zahllose andere, immer beliebter werdende Mobilgeräte zugreifbar, z. B. für Smartphones und Tablets. Aufgrund der großen Reichweite des Webcasting sind Audio- und Video-Inhalte für Endnutzer so erreichbar wie nie zuvor.

Die Bereitstellung von Webcasts per Push-Verfahren auf Mobilgeräte ist jedoch kein technologisches Kinderspiel. Die Technologieanbieter müssen dazu Plattformen entwickeln, die Inhalte über kabellose Netzwerke bereitstellen können und die Audio- und Video-Formate unterstützen, die sich für die Nutzung auf Mobilgeräten am besten eignen. Aus diesen Gründen hat die Implementierung von Lösungen, die das Webcasting auf Mobilgeräten in Unternehmen ermöglichen, noch nicht in allen Organisationen stattgefunden. Die Bereitstellung gewinnt jedoch an Dynamik.

Nahezu ein Drittel aller in der Umfrage von Wainhouse Research vertretenen Organisationen gaben an, dass sie Lösungen bereitgestellt haben, welche die Distribution von Webcasting-Inhalten auf Mobilgeräten ermöglichen. Dies ist ein starker Anstieg seit der Umfrage von 2013, in der lediglich 19 Prozent der Organisationen angaben, mobile Fähigkeiten zu besitzen. Und das Interesse an einer breiteren Einführung von mobilen Fähigkeiten steigt. 26 Prozent aller Befragten gaben an, dass ihre Organisation 2015 mobile Webcasting-Funktionen einführen will, verglichen mit 19 Prozent, die diese Aussage im vergangenen Jahr machten. (Abbildung 4)

Abbildung 4: Organisationen mit bereitgestellten Streaming-to-Smartphone-Funktionen, 2013 vs. 2014

Wichtige Unterscheidungsmerkmale von Webcast-Plattformen

Für Uneingeweihte könnte die steigende Nachfrage nach One-to-many-Anwendungen mithilfe jeder beliebigen derzeit verfügbaren Technologielösung erfüllt werden. Gehostete Webkonferenzdienste ermöglichen beispielsweise die Integration von Audio, Video und Powerpoint-Präsentationen. Ebenso können Videokonferenzsysteme, die Kameraaufnahmen mit anwendungs- oder computergesteuerten Inhalten besonders gut integrieren, ein interessantes Kommunikationserlebnis ermöglichen. Schönheit ist jedoch mehr als nur oberflächlich, wenn Streaming-Inhalte mit Computeranwendungen kombiniert werden, um ein Unterenehmens-Webcast zu entwickeln. Während der Endnutzer nicht unbedingt Unterschiede zwischen dem visuellen Bild einer Webkonferenz, Videokonferenz und eines Streaming-Webcast-Events erkennt, liefert die Software, die One-to-many-Streaming-Anwendungen unterstützt, eine Kombination von Funktionen, welche die besten Aspekte der verfügbaren Technologien kombiniert, um eine Plattform zu erstellen, welche die Distribution größerer Events vereinfacht.
Die Entwickler von Plattformen, die in der Produktion von Webcast-Events verwendet werden, verfeinern seit über einem Jahrzehnt die Softwarefunktionen, die sich genau damit befassen, die Funktionalität und den Geschäftswert der Inhalte, die auf One-to-many-Basis verteilt werden, zu maximieren. Ihre Lösungen verbessern jeden Schritt der Inhaltsproduktion und des Distributions-Workflows. Zu den wichtigsten Funktionen von Streaming-Plattformen zählen u. a.:

  • Registrierungskonsolen – Zielgruppenmanagement: Softwarelösungen zur Verwaltung des Registrierungsprozesses für Webcast-Events im Voraus zählen bei den meisten Streaming-Plattformen zur Standardausstattung. Mithilfe dieser Funktionen können Organisationen einen Weblink zu einer speziell zugewiesenen Registrierungsseite erstellen, auf der Profilinformationen möglicher Teilnehmer erfasst werden. Die Seite sendet außerdem Erinnerungen an die Teilnehmer vor dem Start des Events und sendet den registrierten Teilnehmern nach dem Abschluss des Live-Events Links zu Wiederholungen.
  • Anpassung der Präsentationsvorlage: Viele Plattformen, die in der Produktion von Webcast-Events verwendet werden, ermöglichen den Administratoren die Anpassung des Look-and-Feel der Bildschirmoberfläche, auf der ihre Streaming-Inhalte präsentiert werden. In vielen Fällen nutzen Organisationen diese Flexibilität, um ihr eigenes Logo und/oder ihre Markenfarben zu verwenden, damit die Präsentation dem Stil ihrer anderen Marketing-Inhalte entspricht.
  • Konvertierung von Live-Video zur Verwendung auf anderen Geräten: Wie bereits weiter oben in diesem Bericht erwähnt kann auf den Webcast-Event über eine Vielzahl von Geräten zugegriffen werden – von PCs bis hin zu Smartphones. Die Technologieplattformen müssen Live-Video-Inhalte direkt in die Technologieformate umwandeln können, die sich für das jeweilige Gerät am besten eignen. Mifhilfe von Transcodierungstools können Audio- und Videodateien konvertiert werden, um die Webcasting-Inhalte einer maximalen Anzahl von Geräten zur Verfügung zu stellen.
  • Archiverwaltung: Mit guten Softwaretools können Webcast-Inhalte festgehalten, effizient organisiert, präsentiert und durchsucht werden. Mithilfe dieser Lösungen können nicht nur Bibliotheken mit produzierten Video-Inhalten erstellt, sondern auch Live-Events für spätere Wiederholungen erfasst werden. Content-Management-Lösungen vereinfachen den Prozess des Anfügens von Keywords und Tags, um es den Benutzern zu erleichtern, bei Bedarf relevante Inhalte aufzufinden. Die Softwaretools können auch dazu verwendet werden, die Erreichbarkeit von Inhalten über maßgeschneiderte Portale und direkte Web-Links zu verwalten.
  • Netzwerkadministration: Für Webcasts, die hinter der Firewall des Unternehmens bereitgestellt werden, können Technologieplattformen eine wichtige Rolle bei der Leitung des Video-Datenverkehrs im Unternehmensnetzwerk spielen. Streaming-Lösungen können die Verbindungsgeschwindigkeit und das Gerät des Benutzers identifizieren und so Video-Inhalte liefern, die sich für das entsprechende Gerät am besten eignen. Fortschrittliche Plattformlösungen übernehmen darüber hinaus eine aktive Rolle bei der Verwaltung von Remote-Cache-Geräten und/oder WAN-Netzwerkausrüstung, um den Fluss des Webcasting-Traffics im Unternehmensnetzwerk zu optimieren.
  • Selbst hochgeladene Video-Inhalte: Manche Plattformen unterstützen nicht nur Live-Video-Streaming-Events, sondern demokratisieren darüber hinaus die Einführung des Streamings, in dem sie Nutzern gestatten, ihre eigenen Videos hochzuladen, um sie mit anderen zu teilen. Als Bereitstellung in Unternehmen werden diese Optionen als „Enterprise YouTube“ bezeichnet. Hier können Mitarbeiter Videos für Kollegen bereitstellen und damit das Streaming am Arbeitsplatz in noch weiteren Formen nutzen.
  • Viewer Analytics: Anders als die meisten Videokonferenzlösungen können Webcasting-Plattformen detaillierte Aussagen zum Nutzerverhalten liefern. Die Plattformen arbeiten dabei mit Informationen, die von der Registrierung des Teilnehmers (oder von seinem Profil im Unternehmensverzeichnis) stammen. Sie berechnen, wie lange die einzelnen Teilnehmer an dem entsprechenden Webcast-Event teilnehmen, mit welchem Gerät sie auf die Präsentation zugreifen und welche Fragen sie den Moderatoren stellen. In Online-Events, die für Compliance-Schulungen verwendet werden, kommen Analysetools beispielsweise zum Einsatz bei der Verfolgung der teilnehmerseitigen Antworten auf Fragen, die auf dem Bildschirm erscheinen. So können Organisationen nachweisen, dass die Mitarbeiter bei den Sitzungen, an denen sie teilnehmen, die dargestellten Informationen verstehen.
  • Reichweite für große Zielgruppen: Webcast-Plattformen sind speziell dazu ausgelegt, Inhalte auf One-to-many-Basis zu verteilen und es damit den Moderatoren zu ermöglichen, Tausende von Teilnehmern in einem einzigen Live-Event zu erreichen. Viele Plattformen arbeiten mit integrierten Netzverwaltungstools, mit deren Hilfe Distributionen dieser Größenordnung sowohl innerhalb von Unternehmensnetzwerken als auch im öffentlichen Internet erzielt werden können. 

 

Anwendungsfälle für Webcasting-Lösungen

Im geschäftlichen Rahmen kann Webcasting zu verschiedensten Zwecken eingesetzt werden. Die Einsatzbereiche für One-to-many-Webcasting sind äußerst zahlreich und vielfältig. Webcasting-Lösungen sind im Grunde Kommunikationstools. Dementsprechend sind alle geschäftlichen Aktivitäten, in deren Rahmen Informationen auf One-to-Many-Basis verteilt werden, brauchbare Kandidaten für die Nutzung von Webcasting-Fähigkeiten.

Wie in Anhang 5 aufgezeigt ist die Mitarbeiterschulung die am meisten bereitgestellte Anwendung von Webcasting im Unternehmen. Genau die Hälfte aller Teilnehmer der Umfrage berichteten, dass ihr Unternehmen Streaming-Technologien für die Mitarbeiterschulung einsetzen. Insgesamt gaben 28 Prozent aller Befragten an, dass ihre Organisation Online-Mitarbeiterschulungen mit Streaming-Komponenten bereitstellt und den derzeitigen Nutzungsgrad beibehalten will. Weitere 22 Prozent der Befragten gaben an, dass Webcasts für Mitarbeiterschulungen bereitgestellt werden und die Nutzung im kommenden Jahr gesteigert werden soll.

Abbildung 5: Bereitstellung Streaming-Anwendungen mit Videokomponenten – Befragte insgesamt

Auch Vorstandspräsentationen zählen zu den beliebten Anwendungen für Webcasts – meist in Form einer Online-Belegschaftsversammlung, in der die Führungskräfte die Mitarbeiter über bestimmte Themen im Unternehmen informieren. Auch „Kundenservice“ ist mittlerweile eine beliebte Anwendung der Webcasting-Technologien. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden in den kommenden Jahren immer mehr Unternehmen diese Technologien einführen und Fähigkeiten entwickeln, um Videos zu erstellen, die häufig gestellte Fragen von Kunden beantworten. Jede Organisation, die mithilfe von Videos Kundenfragen beantworten kann, die normalerweise an Mitarbeiter im Callcenter weitergeleitet werden, kann dadurch wesentlich Kosten sparen.

Hier stellen wir drei Kategorien der allgemeinen Nutzung von Webcasting ins Rampenlicht, aus denen die jeweiligen Organisationen starken Nutzen ziehen: Schulung, Content-Erfassung und Marketing/Neukundengewinnung.

 

Anwendungsfall Marketing und Neukundengewinnung

Mit seiner Vielfalt an möglichen Einsatzbereichen in ausgehender Kommunikation kann Streaming mit Sicherheit eine Reihe von Marketingzielen unterstützen. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Ertragsgenerierung für Vertriebs- und Marketing-Führungskräfte stets an oberster Stelle steht. Auf die Frage, welche Faktoren sie als „äußerst wichtig“ betrachten, wenn sie den Nutzen von Video-Streaming messen, gaben 48 Prozent der Vertriebs- und Marketing-Führungskräfte die „Leadgenerierung“ an. In den Köpfen dieser Führungskräfte ist die Neukundengewinnung wichtiger als jeder andere Einzelfaktor bei der Messung der Auswirkungen von Streaming auf ihr Geschäft. (Abbildung 6) 

Abbildung 6: Faktoren, die bei der Messung des Nutzens von Marketing über Video-Streaming als „äußerst wichtig“ angesehen werden – Vertriebs- und Marketing-Führungskräfte

Die besonderen Fähigkeiten von Streaming-Plattformen, die weiter oben in diesem Bericht erläutert wurden, spielen eine wichtige Rolle bei der Erfüllung der ertragsorientierten Prioritäten von Vertriebs- und Marketing-Führungskräften. Organisationen können mithilfe der Registrierungstools Neukunden identifizieren, die an ihren Online-Events teilnehmen. Ähnlich können die Analysetools dazu eingesetzt werden, das Interesse zu messen, das der (potentielle) Kunde an einer über ein Event bereitgestellten Marketingbotschaft zeigt. Die Informationen können anschließend von den Führungskräften zur Priorisierung der vertriebsseitigen Nachverfolgungsaktivitäten verwendet werden.

 

Anwendungsfall Schulung

Online-Audio und Video kann in den verschiedensten Schulungsszenarien eingesetzt werden. Obwohl die Mitarbeiterschulung die bekannteste – und am weitesten verbreitete – Anwendung von Webcasting ist, spielt die Technologie auch in Schulungsanwendungen für Kunden und im Partnertraining eine Rolle. Darüber hinaus können mit Streaming angereicherte Schulungen die erweiterten Bildungskurse verfügbar machen, die Mitarbeiter oftmals brauchen, um in ihrem Bereich ihre Zulassung beizubehalten.

Einer der Faktoren, der die Beliebtheit der Webcasting-Bereitstellung für Schulungsanwendungen vorantreibt, ist das Potenzial für Kosten- und Zeiteinsparungen. Unternehmen, die Webcasting-Technologien nutzen, können Online-Sitzungen anbieten und ersparen ihren Mitarbeitern damit die Anfahrt an einen zentralen Standort zur Teilnahme an Schulungen. Die Nutzung von Webcasting-Technologien bietet Führungskräften wesentliche Möglichkeiten zur Steigerung ihrer Kapitalrendite, da für die Mitarbeiter keine Flugreisen und keine Hotelaufenthalte mehr erforderlich sind.

In Unternehmen, die Live-Onlinevideos bereitstellen, sehen die meisten Führungskräfte Schulungen per Webcasting als Anwendungen an, die dem Geschäft besonders viel Nutzen bringen. Wie in Abbildung 7 gezeigt, stimmten 57 Prozent der Führungskräfte in Unternehmen, die über 100 Mal pro Jahr Live-Onlinevideos nutzen, der Aussage „voll und ganz zu“, dass „die Implementierung von Lösungen für die Onlineschulung bzw. E-Learning einen Wettbewerbsvorteil liefert“.
Weitere 35 Prozent dieser Befragtengruppe gaben an, dass sie der Aussage „begrenzt zustimmen“. Insgesamt bedeutet dies, dass über neun von zehn Befragten, die über 100 Mal pro Jahr Live-Onlinevideos nutzen, auf Webcasting basierte Schulungen als Tool mit positiver Auswirkung auf den Aufbau eines Wettbewerbsvorteils ansehen.

 


Abbildung 7: Stimme zu / Stimme nicht zu: „Die Implementierung von Lösungen für Onlineschulung / E-Learning liefert einen Wettbewerbsvorteil“ – Teilnehmer von Unternehmen, die jährlich 100 oder mehr Live-Onlinevideoveranstaltungen nutzen.

Webcasting von vor Ort erfassten Inhalten

Business-Webcasting bricht allmählich aus den Grenzen des Unternehmens-Konferenzraums aus. Während viele Organisationen noch immer einen Großteil der Webcasting-Inhalte entweder in Konferenzräumen oder in Produktionsstudios erstellen, versuchen immer mehr Unternehmen, Inhalte unterwegs zu generieren und online zur Verfügung zu stellen. Aufgrund von Fortschritten im Bereich der mobilen Fähigkeiten von Webcasting-Plattformen können diese Events heute sowohl live online als auch auf Abruf bereitgestellt werden.

Diese Art von Webcasting-Implementierung liefert eine noch breitere Zielgruppe für Inhalte, die bereits für One-to-Many-Bereitstellungen vorgesehen sind. Eine Führungskraft, die beispielsweise auf einer Messe einen Vortrag hält, kann ihre Botschaft mehr potentiellen Kunden und Partnern zur Verfügung stellen, wenn die Präsentation per Video erfasst und im Rahmen einer Online-Distribution wiederverwendet wird. Das Gleiche gilt für ortsbasierte Events im Rahmen von Produkteinführungen. Die Verwendung von Streaming ermöglicht Organisationen die Verteilung neuer Informationen im Rahmen der Produkteinführung außerhalb der Wände des Präsentationsraums.

Unternehmen, die wichtige Botschaften einer bestimmten Zielgruppe persönlich im Rahmen von herkömmlichen Veranstaltungen vor Ort übermitteln, verpassen ganz einfach eine Chance, wenn sie nicht in die Streaming-Technologien oder Dienstleistungen investieren, die ihnen die Möglichkeit bieten würden, diese Präsentation zu verpacken und online einer breiteren Zielgruppe zur Verfügung zu stellen. Die Idee, Inhalte von wichtigen Unternehmensveranstaltungen mithilfe von Streaming zur Verfügung zu stellen, ist sicherlich nicht neu. Diese Methode wird bereits von einer Vielzahl von Organisationen verwendet. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Technologien zur kostengünstigen Erfassung und Distribution von Inhalten, die von entfernt gelegenen Standorten bereitgestellt werden, können wir damit rechnen, dass Organisationen das Vor-Ort-Streaming in ihrer Event-Planung als Standard mit einbeziehen.

 

Wesentliche Schlussfolgerungen

Eine Vielfalt von Marktkräften fördert das Interesse an Webcasting als Kommunikationstool für Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Behörden. Im Zuge der immer billigeren Bereitstellung von Technologie finden Führungskräfte Möglichkeiten, Streaming-Technologien zu nutzen, um geschäftliche Mitteilungen an immer größere Zielgruppen auf attraktive Weise zu verbreiten. Und mit der steigenden Zuverlässigkeit von Webcasting-Technologien entwickeln Führungskräfte eine Vielfalt von Anwendungen, die enormen Geschäftsnutzen liefern. Erst jetzt erkennen Unternehmer langsam, welche einmaligen Möglichkeiten hinter den Webcasting-Plattformen stecken, um andere Kommunikationsanforderungen im Unternehmen zu erfüllen. Ob für Mitarbeiterschulungen, ausgehendes Marketing oder zur Erweiterung der Zielgruppe für Business-Events: Die Einführung von Webcasting kann sich extrem positiv auf die One-to-Many-Kommunikation mit großen Zielgruppen auswirken. Wer sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen will, sollte genau jetzt beginnen, die Möglichkeiten zur Implementierung oder Erweiterung der Nutzung von Webcasting-Technologien in der täglichen Geschäftskommunikation zu erforschen.

 

Über den Autor / Über Wainhouse Research / Über West

Steve Vonder Haar ist Senior Analyst bei Wainhouse Research und befasst sich dort mit Enterprise Streaming und Webcasting. Steven befasst sich seit über 20 Jahren mit der Technologiebranche. Zuvor war er Forschungsleiter für interaktive Medienstrategien und Leiter für Medien- und Unterhaltungsstrategien bei der Yankee Group. Er ist Absolvent der University of Missouri Columbia und verfügt über Abschlüsse in Journalistik und Wirtschaft sowie über einen MBA von der University of Texas-Arlington. Er ist erreichbar unter [email protected].

Informationen zu Wainhouse Research: Wainhouse Research ist ein unabhängiges Analystenhaus, das sich mit wichtigen Themen im Unified-Communications- und Collaborations-Markt befasst. Das Unternehmen bietet sechs verschiedene Anbieter-Abonnements für Unified Communications, Gruppen-Videokonferenzen, private und webbasierte Zusammenarbeit, Audiokonferenzen, Streaming und Webcasting, Lösungen für Fernunterricht und E-Learning sowie ein All-inclusive-Abonnement für Unternehmenskunden. Das Unternehmen agiert als vertrauer Berater für strategische Empfehlungen und Richtungsweisung sowohl für die UC&C-Branche als auch ihre Unternehmenskunden. Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit [email protected] in Verbindung oder besuchen Sie http://www.wainhouse.com

Über West: West ist ein globaler Anbieter von Lösungen für Kommunikation und Netzwerkinfrastrukturen. West hilft Unternehmen bei der Verwaltung und Unterstützung wichtiger Unternehmenskommunikation, und zwar mit Dienstleistungen wie beispielsweise Unified Communications Services, Sicherheitsdienste, interaktive Dienste wie automatische Benachrichtigungen, Telekommunikationsdienste und Specialty Agent Services. West liefert seit über 25 Jahren zuverlässige, qualitativ hochwertige Sprach- und Datendienste. West betreut Kunden in verschiedenen Branchen einschließlich Telekommunikation, Einzelhandel, Finanzdienste, öffentliche Sicherheit, Technologie und Gesundheitswesen. West ist eine globale Organisation mit Vertrieb und Geschäftsvertretungen in den USA, Kanada, Europa, dem Nahen Osten, Asien-Pazifik und Lateinamerika. Weitere Informationen zu West erhalten Sie telefonisch unter 1-800-841-9000 oder besuchen Sie www.west.com.

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